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Das aserbaidschanische Gericht weist die Berufung des inhaftierten Oppositionsführers Ali Karimli zurück

  • IHR
  • 16. Juni
  • 1 Min. Lesezeit
Das Berufungsgericht von Baku hat eine Berufung des inhaftierten aserbaidschanischen Oppositionsführers Ali Karimli abgelehnt und seine verlängerte Untersuchungshaft aufrechterhalten.
Ali Karimli

Ein aserbaidschanisches Berufungsgericht hat einen Freilassungsantrag des inhaftierten Oppositionsführers Ali Karimli abgelehnt und seine Entscheidung zur Verlängerung seiner Untersuchungshaft bestätigt.


Das Berufungsgericht von Baku wies am Dienstag die Beschwerde von Karimli, dem Vorsitzenden der Volksfrontpartei Aserbaidschans (AXCP), gegen die Verlängerung seiner Haft ab.


Am 10. Juni verlängerte das Bezirksgericht Sabail in Baku die Haft von Karimli um weitere fünf Monate, nachdem sie bereits im Februar um vier Monate verlängert worden war.


Karimli wurde am 1. Dezember letzten Jahres unter dem Vorwurf des Artikels 278.1 des Strafgesetzbuchs verhaftet, der sich auf den Versuch bezieht, die Staatsmacht mit Gewalt zu ergreifen und die verfassungsmäßige Ordnung des Landes zu stürzen.


Mammad Ibrahim, die Sekretärin der Obersten Versammlung der AXCP, wurde unter denselben Vorwürfen festgenommen. Beide Männer bestreiten die Vorwürfe mit der Begründung, sie seien politisch motiviert.


Die Anklage steht im Zusammenhang mit strafrechtlichen Ermittlungen gegen Ramiz Mehdiyev, den einflussreichen ehemaligen Chef der aserbaidschanischen Präsidialverwaltung.


Regierungsnahe Medien behaupteten, Mehdiyev habe einen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschrieben, in dem er die Bildung einer Übergangsregierung im Land vorschlug.


Mehdiyevs Reaktion auf die Vorwürfe ist nicht öffentlich bekannt, Karimli hat jedoch zuvor jede Zusammenarbeit mit ihm bestritten.


Die weitreichenden Ermittlungen richteten sich auch gegen andere Oppositionelle.


Jamil Hasanli, Vorsitzender der Oppositionskoalition im Nationalrat, wurde kürzlich vom Staatssicherheitsdienst (DTX) befragt.


Unterdessen wurde sein Nationalratskollege Gultekin Hajibeyli aus der Türkei nach Aserbaidschan abgeschoben und der ehemalige stellvertretende Premierminister Abbas Abbasov wurde auf eine internationale Fahndungsliste gesetzt.



 
 
 

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