Mann aus Inguschetien wegen angeblicher Verbindungen zur Ukraine wegen Hochverrats angeklagt
- IHR
- vor 2 Tagen
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Russische Sicherheitsdienste haben einen 26-jährigen Mann aus Inguschetien des Hochverrats angeklagt, weil er angeblich im Auftrag des ukrainischen Militärgeheimdienstes Ausrüstung bedient hat.
Der Föderale Sicherheitsdienst (FSB) teilte am Mittwoch mit, dass der namentlich nicht genannte Bewohner der Regionalhauptstadt Magas über soziale Medien Kontakt zum militärischen Geheimdienst der Ukraine (HUR) aufgenommen habe.
Den Beamten zufolge wurde er angewiesen, „SIM-Boxen“ zu bedienen – Geräte mit mehreren SIM-Karten, mit denen große Mengen an Telefonanrufen und Textnachrichten für Telefonbetrugspläne weitergeleitet werden.
Vom FSB veröffentlichte Aufnahmen zeigten die Inhaftierung des Verdächtigen. In dem Video sagte der Mann, er habe ein Jobangebot angenommen, für das er 580 US-Dollar (450 Pfund) pro Woche zahlte, um an sechs Tagen in der Woche in 12-Stunden-Schichten zu arbeiten.
Das Bezirksgericht Magas behielt den Verdächtigen für zwei Monate in Untersuchungshaft, während die Ermittler nach anderen potenziellen Kontakten suchen. Bei einer Verurteilung wegen Hochverrats droht ihm eine Höchststrafe von lebenslanger Haft.
Es gibt keine unabhängige Bestätigung der Angaben des FSB und es ist nicht bekannt, ob der Verdächtige seine Schuld eingestanden hat. Die ukrainischen Behörden äußerten sich nicht zu den Vorwürfen.
Seit Russland im Jahr 2022 seine groß angelegte Invasion in der Ukraine startete, kündigten Sicherheitsbehörden regelmäßig Verhaftungen wegen Hochverrats, Spionage und Sabotage an.
Zunehmend werden in solchen Verfahren auch Bewohner der Nordkaukasusregion als Beklagte benannt.
Anfang des Jahres wurden in Inguschetien drei Personen, darunter ein 17-Jähriger, festgenommen, weil sie angeblich einen Kommunikationsknotenpunkt für ein ukrainisches Callcenter verwaltet hatten, das an einem Diebstahl im Wert von 1,3 Mio. ₽ (17.000 US-Dollar) beteiligt war.
Im April 2026 verurteilte das Oberste Gericht des nahegelegenen Kabardino-Balkarien den Anwohner Bekir Makoev wegen Hochverrats zu zwölf Jahren Gefängnis, nachdem er ihn wegen der Weitergabe sensibler Informationen an einen ausländischen Staat verurteilt hatte.
Zu den weiteren aktuellen Fällen in der Region gehören die Verurteilung von Beslan Tsechoev im Jahr 2024, der in Inguschetien wegen versuchten Überlaufens in die Ukraine zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, und des ehemaligen daghestanischen Kickboxtrainers Achmed Achmedow, dem 2023 vorgeworfen wurde, sich den ukrainischen Streitkräften angeschlossen zu haben.
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