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Abchasisches Bildungsministerium wirft politischer Partei Einmischung in Schulbücher vor

  • IHR
  • vor 2 Tagen
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Das abchasische Bildungsministerium wirft einer politischen Partei Einmischung vor, nachdem sie Gastgeber der Einführung eines neuen Schulsprachbuchs war.

Das abchasische Bildungsministerium hat einer regierungsnahen politischen Partei vorgeworfen, sich in das staatliche Schulwesen einzumischen, nachdem dort ein neues Sprachlehrbuch herausgebracht wurde.


Das Ministerium kritisierte die Partei „Vereinigtes Abchasien“ scharf dafür, dass sie in ihrem politischen Hauptquartier eine Präsentation für ein abchasisches Sprachlehrbuch für die vierte Klasse abgehalten habe.


Bildungsbeamte warnten, dass nur das Ministerium die rechtliche Befugnis habe, Lehrmaterialien zu empfehlen, und fügten hinzu, dass die Autoren des Buchs etablierte Verfahren für Gerichtsverfahren befolgen müssten.


Gemäß den Regeln müssen neue Lehrbücher obligatorischen Tests in Pilotkursen unterzogen werden, bevor sie vom Vorstand des Ministeriums zur Genehmigung in Betracht gezogen werden können.


Das Buch richtet sich an Schulen, in denen Abchasisch nicht die Hauptunterrichtssprache ist, und wurde von Ada Kvarchelia geschrieben, einer ehemaligen stellvertretenden Bildungsministerin, die jetzt stellvertretende Vorsitzende der Partei Vereinigtes Abchasien ist.


„Das Hauptziel dieses Lehrbuchs besteht darin, Kindern zu helfen, die abchasische Sprache nicht als Schulfach, sondern als lebendiges Kommunikationsmittel zu sehen“, sagte Kvarchelia. „Durch sein zweisprachiges Format eignet es sich für Schüler nicht-abchasischer Schulen und hilft Kindern unterschiedlicher ethnischer Herkunft, die Sprache zu lernen.“


Der Streit findet inmitten einer anhaltenden Debatte in Abchasien darüber statt, warum die Staatssprache nicht, wie in der Verfassung vorgesehen, die vorherrschende Sprache geworden ist, während Russisch weiterhin vorherrscht.


Bildungsexperten machen den Mangel an modernen Lehrmethoden und aktuellen Materialien für den Niedergang verantwortlich, was die Einführung eines neuen Schulbuchs politisch höchst brisant macht.


Das Ministerium bestand jedoch darauf, dass Lehrbuchpräsentationen nur in akademischen und pädagogischen Einrichtungen und nicht in Parteibüros stattfinden dürften.



 
 
 

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