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Der georgische Fernsehsender Formula wurde wegen Verleumdung eines Filmregisseurs mit einer Geldstrafe belegt

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  • vor 2 Tagen
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Ein Gericht in Tiflis ordnet an, dass der georgische Sender Formula wegen eines investigativen Korruptionsberichts 10.000 Lari an den Filmemacher Goga Khaindrava zahlen muss.

Ein Gericht in Tiflis hat den georgischen Fernsehsender Formula dazu verurteilt, einem prominenten Filmregisseur 10.000 Lari (2.900 £; 3.810 $) zu zahlen, nachdem einer Verleumdungsklage gegen den Sender stattgegeben wurde.


Die vom Filmemacher Goga Khaindrava eingereichte Klage betraf einen Ermittlungsbericht, der im Januar 2024 in der Sendung „Saturday Formula“ des Senders ausgestrahlt wurde.


In der Sendung wurde behauptet, Khaindrava habe ein Korruptionsprogramm betrieben und Ausländern gegen Bezahlung dabei geholfen, illegal nach Georgien einzureisen.


Das Stadtgericht Tiflis entschied völlig zu Gunsten von Khaindrava und wies Formula an, die Ansprüche zurückzuziehen und Schadensersatz für moralische Schäden zu zahlen.


Der Anwalt des Senders, Eto Katamadze, bezeichnete das Urteil als unbegründet und sagte, der Sender werde Berufung einlegen.


„Wir glauben, dass freier und verantwortungsvoller Journalismus in diesem Land nicht bestraft werden sollte“, sagte Katamadze und fügte hinzu, dass Formula alle inländischen Rechtswege ausschöpfen würde, bevor sie den Fall möglicherweise vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bringen würde.


Der umstrittene Bericht ist auch Gegenstand einer gesonderten strafrechtlichen Untersuchung einer angeblich falschen Anschuldigung, die die georgische Staatsanwaltschaft am 16. Juni 2026 eingeleitet hat.


Mehrere Mitarbeiter der Sendung, darunter Moderator Davit Kashiashvili, Reporter Natuka Lomadze und Kameramann Misho Markashvili, wurden bereits befragt.


Katamadze argumentierte, dass das Gericht seine Entscheidung getroffen habe, bevor staatliche Ermittler mit der Überprüfung der Richtigkeit der Behauptungen des Berichts fertig seien.


„Es ist Sache der zuständigen Ermittlungsbehörden, dies festzustellen, und Journalisten sollten nicht für die Erfüllung ihrer Hauptaufgabe – der Berichterstattung von Informationen – haftbar gemacht werden“, sagte sie.


Das Urteil fällt vor dem Hintergrund wachsender internationaler Besorgnis über die Medienfreiheit in dem Land im Südkaukasus.


Laut dem von Reporter ohne Grenzen (RSF) erstellten World Press Freedom Index 2026 fiel Georgien von Platz 114 in der vorherigen Rangliste auf Platz 135 von 180 Ländern.



 
 
 

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