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Aserbaidschanischer Staatsanwalt fordert zehn Jahre Haft für oppositionellen Leibwächter

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  • vor 1 Tag
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Ein aserbaidschanischer Staatsanwalt hat in einem Prozess, den Kritiker als politisch motiviert bezeichnen, eine zehnjährige Haftstrafe für den Oppositionsaktivisten Kanan Zeynalov beantragt.
Kanan Zeynalov

Ein Staatsanwalt in Aserbaidschan hat eine 10-jährige Haftstrafe für den Oppositionsaktivisten Kanan Zeynalov wegen Messerstecherei beantragt, von dem sein Verteidigungsteam behauptet, er sei politisch motiviert.


Staatsanwalt Babakhan Hasanaliyev stellte diese Forderung am 23. Juli während einer Anhörung vor dem Baku-Gericht für schwere Verbrechen.


Zeynalov, der als freiwilliger Leibwächter für den Führer der Volksfrontpartei Aserbaidschans (AXCP), Ali Karimli, diente, wird beschuldigt, einen Mann namens Anar Rahimov mit einem Messer angegriffen zu haben.


Der Aktivist bestreitet die Vorwürfe und behauptet, er sei unbewaffnet gewesen und auf dem Weg zu einer Moschee von einem unbekannten Mann überfallen worden, bevor die Polizei sofort eintraf und ihn festnahm.


Der Verteidiger Nazim Musayev erhob Einspruch gegen die Einstellung der gerichtlichen Ermittlungen und argumentierte, dass das Gericht systematisch jeden von der Verteidigung gestellten Antrag auf Aufdeckung der Wahrheit abgelehnt habe.


Musayev wies auf Unstimmigkeiten im forensischen Bericht hin, in dem drei sauber ausgerichtete Löcher im Hemd des mutmaßlichen Opfers festgestellt wurden, und bat um Erlaubnis, die physischen Beweise vor Gericht zu prüfen und den forensischen Experten zu befragen.


Die vorsitzende Richterin Mahira Karimova lehnte die Anträge mit der Begründung ab, dass bereits eine ausreichende Untersuchung durchgeführt worden sei. Auch der Prozess fand ohne Anwesenheit des mutmaßlichen Opfers statt.


Nächste Woche soll das Gericht letzte Verteidigungsargumente und eine abschließende Stellungnahme von Zeynalov anhören, bevor es sein Urteil verkündet.


AXCP-Führer Ali Karimli beschrieb die Anklage als „außergewöhnliches Komplott“ und beschrieb Zeynalov als einen friedlichen Menschen ohne Gewalterfahrung.


Mehr als 15 Mitglieder der AXCP befinden sich derzeit in Haft. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass es in Aserbaidschan mindestens 328 politische Gefangene gibt. Beamte bestreiten diese Behauptung jedoch und beharren darauf, dass alle Inhaftierungen ausschließlich auf kriminellen Handlungen beruhen.



 
 
 

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