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Der inhaftierte aserbaidschanische Journalist Aytaj Ahmadova bestritt nach Angaben seiner Familie Telefonanrufe

  • IHR
  • vor 7 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Die Familie der inhaftierten aserbaidschanischen Journalistin Aytaj Ahmadova, die im Meydan-TV-Schmuggelfall inhaftiert ist, sagt, ihre Telefongespräche würden von Gefängnisbeamten abgeschnitten.
Aytaj Ahmadova

Der inhaftierten aserbaidschanischen Journalistin Aytaj Ahmadova, die im Rahmen des umstrittenen Meydan-TV-Schmuggels inhaftiert war, wurde der Telefonkontakt mit Freunden von den Gefängnisbehörden abgebrochen, teilte ihre Familie mit.


Frau Ahmadovas Familie teilte dem unabhängigen Medienunternehmen Meydan TV mit, dass ihr geplanter wöchentlicher Anruf am Montag abrupt unterbrochen wurde, sobald sie begann, mit ihren Freunden zu sprechen.


Die Familie sagte, sie sei für den Rest des Tages nicht in der Lage gewesen, den Kontakt zu ihr wiederherzustellen, und ihre wiederholten Anrufe in der Haftanstalt blieben unbeantwortet. Der telefonische Kontakt konnte erst am darauffolgenden Tag wiederhergestellt werden.


„Aytaj wurde bereits zu Unrecht inhaftiert“, sagte ihre Familie in einer Erklärung. „Was bedeutet es, ihr jetzt ein einfaches Telefongespräch mit ihren Freunden zu entziehen?“


Frau Ahmadova ist eine von mehreren unabhängigen Journalisten und Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft, die im Zusammenhang mit dem Fall Meydan TV in Aserbaidschan festgenommen wurden.


Die erste Verhaftungswelle fand am 6. Dezember 2024 statt und richtete sich gegen die Aktivistin Ulvi Tahirov und die Journalisten Ramin Deko, Aynur Ganbarova, Aysel Umudova, Khayala Agayeva, Natiq Javadli und Frau Ahmadova selbst.


Im Laufe des Jahres 2025 folgten weitere Festnahmen, darunter der Redakteur Shamshad Aghayev am 5. Februar, Nurlan Libre am 20. Februar, Fatima Movlamli am 28. Februar, Ulviyya Ali am 7. Mai und Ahmad Mukhtar am 27. August.


Den Festgenommenen wurde zunächst Schmuggel als Teil einer organisierten Gruppe gemäß Artikel 206.3.2 des aserbaidschanischen Strafgesetzbuchs vorgeworfen.


Am 28. August 2025 erhöhten die Strafverfolgungsbehörden jedoch die Anklage. Den Journalisten drohen nun insgesamt sieben Strafverfahren.


Die inhaftierten Journalisten bestreiten alle Vorwürfe und erklären, dass die Anschuldigungen politisch motiviert seien und darauf abzielten, unabhängige Medien und die freie Meinungsäußerung in Aserbaidschan zum Schweigen zu bringen.



 
 
 

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