Eine vermisste tschetschenische Frau taucht in einem von einem Regionalbeamten veröffentlichten Video auf
- IHR
- vor 7 Stunden
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Ein hochrangiger tschetschenischer Beamter hat ein Video einer Frau veröffentlicht, die vor sechs Wochen verschwunden ist, nachdem sie Berichten zufolge von Sicherheitskräften festgenommen worden war.
Belkisa Mintsaeva verschwand Mitte April, nachdem sie in die Russische Republik gereist war, um das Sorgerecht für ihre Kinder zu beantragen. Ihr plötzliches Erscheinen im Filmmaterial erfolgte, nachdem die russische Generalstaatsanwaltschaft eine Untersuchung ihrer mutmaßlichen rechtswidrigen Inhaftierung angeordnet hatte.
In dem Filmmaterial, das anscheinend selbst aufgenommen wurde, sagt Mintsaeva, sie sei „lebendig und gesund“ und bittet russische Journalisten und Aktivisten, „uns nicht in eine Mediengeschichte zu verwandeln“.
Es bleibt jedoch unklar, wo und unter welchen Umständen das Video aufgenommen wurde und ob Mintsaeva derzeit frei ist.
Akhmed Dudaev, der stellvertretende Vorsitzende der tschetschenischen Regierung, der den Clip am Donnerstag veröffentlichte, wies Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit zurück. Er beschrieb Menschenrechtsaktivisten und unabhängige Journalisten als „Clowns“, die auf der Suche nach „billigem Hype“ seien.
Vor ihrem Verschwinden hatte Minzajewa außerhalb Tschetscheniens gelebt, kehrte jedoch zurück, um einen Sorgerechtsstreit mit ihrem ehemaligen Ehemann beizulegen. Aktivisten sagten, sie habe zuvor aufgrund des möglichen Drucks ihrer Verwandten und der örtlichen Sicherheitskräfte Angst vor einer Rückkehr in die Region geäußert.
Eine offizielle Untersuchung ihres Falles wurde eingeleitet, nachdem Ksenia Goryacheva, Mitglied des russischen Parlaments, beim Generalstaatsanwalt des Landes eine Petition eingereicht hatte.
Von der Kampagnengruppe „Kaukasus ohne Mutter“ veröffentlichte Dokumente zeigen, dass die regionale Staatsanwaltschaft in Tschetschenien am 8. Mai angewiesen wurde, den Aufenthaltsort von Minzaeva zu überprüfen. Seitdem wurden keine Aktualisierungen zu ihrem rechtlichen Status oder möglichen Anklagen veröffentlicht.
Menschenrechtsorganisationen sagen, Mintsaevas Fall passe zu einem breiteren Muster des Verschwindens von Frauen nach ihrer Rückkehr nach Tschetschenien oder in andere Republiken im Nordkaukasus.
In einem ähnlichen Fall im Jahr 2023 wurde die Aktivistin Seda Suleymanova von Verwandten zwangsweise in die Republik zurückgeschickt. Die tschetschenischen Behörden veröffentlichten später ein „Lebensbeweis“-Video, in dem sie zu sehen ist. Seitdem wurde sie jedoch nicht mehr gesehen und Aktivisten befürchten, dass sie getötet worden sein könnte.
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