Inhaftierte aserbaidschanische Aktivisten fordern EU-Chef auf, die Menschenrechte zu erhöhen
- IHR
- 29. Juni
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Inhaftierte politische Aktivisten in Aserbaidschan haben die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, während eines Besuchs im Land am 1. Juli aufgefordert, die Menschenrechte in den Mittelpunkt ihrer Gespräche zu stellen.
Der Aufruf erfolgte in einem offenen Brief, den eine Gruppe von Häftlingen, darunter der prominente Antikorruptionsaktivist Bakhtiyar Hajiyev, aus dem Gefängnis heraus verfasst hatte.
Die Autoren begrüßten zwar die zunehmende Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union (EU) und Aserbaidschan in den Bereichen Energie und Verkehr, warnten jedoch davor, dass eine langfristige Partnerschaft nicht ausschließlich auf strategischen Interessen aufgebaut werden dürfe.
„Die Achtung der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und der Grundfreiheiten muss eine der untrennbaren und wichtigsten Säulen dieser Zusammenarbeit sein“, heißt es in dem Brief.
Die Aktivisten forderten die EU auf, eine „klare und prinzipielle“ Forderung nach der sofortigen und bedingungslosen Freilassung aller politischen Gefangenen in dem südkaukasischen Land zu stellen.
Sie forderten außerdem, dass Frau von der Leyen mit dem Muster früherer hochrangiger Besuche bricht und unabhängige Journalisten, Blogger und Bürgerrechtsverteidiger in ihren offiziellen Reiseplan einbezieht.
Solche Treffen würden das Bekenntnis der EU zu demokratischen Werten zeigen und denjenigen, die unter schwierigen und riskanten Bedingungen arbeiten, „wichtige moralische Unterstützung“ bieten, heißt es in dem Brief weiter.
Aserbaidschan, das zu einem immer wichtigeren Energiepartner Europas geworden ist, wurde von internationalen Menschenrechtsaktivisten wegen seines Umgangs mit unabhängigen Medien, der Zivilgesellschaft und der politischen Opposition immer wieder kritisiert.
Regierungsbeamte in Baku haben zuvor bestritten, politische Gefangene festgehalten zu haben, und behaupteten, dass die Inhaftierten wegen spezifischer Straftaten strafrechtlich verfolgt würden.
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