top of page

Inhaftierter aserbaidschanischer Journalist im trockenen Hungerstreik wegen Brief an EU-Chef

  • IHR
  • vor 3 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit
Der inhaftierte aserbaidschanische Journalist Yashar Aghazadeh befindet sich nach Angaben seiner Familie 18 Tage lang im trockenen Hungerstreik, nachdem er an EU-Chefin Ursula von der Leyen geschrieben hatte.
Yashar Aghazadeh

Ein inhaftierter aserbaidschanischer Journalist befindet sich seit 18 Tagen im trockenen Hungerstreik, nachdem er in eine Strafzelle gesteckt wurde, weil er einen Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, geschrieben hatte, teilte seine Familie mit.


Yashar Aghazadeh, ein ehemaliger Mitarbeiter der Zeitung Mukhalifat (Opposition), wurde am 2. Juli in Einzelhaft in der Strafanstalt Nr. 6 verlegt.


Seine Frau, Aygun Ismayilli, sagte, Gefängnisbeamte hätten ihr mitgeteilt, dass die Bestrafung direkt durch seinen Brief an Frau von der Leyen ausgelöst worden sei.


Frau Ismayilli sagte, die anfängliche zehntägige Isolationsstrafe ihres Mannes sei um weitere zehn Tage verlängert worden und die Behörden drohten nun damit, ihn in eine Einrichtung mit geschlossenem Regime zu verlegen.


„Ein Anwalt hat ihn heute besucht und bestätigt, dass er seinen Hungerstreik immer noch fortsetzt“, sagte Frau Ismayilli.


Sie fügte hinzu, dass die Gefängnisbehörden zunächst bestritten hätten, dass er Nahrung und Wasser verweigere, und der Familie versichert hätten, dass sein Zustand stabil sei.


„Später teilte uns eine andere Person aus der Einrichtung mit, dass es Yashar schlecht gehe und forderte uns auf, sofort zu kommen“, sagte sie und bemerkte, dass sie wiederholt von der Einrichtung abgewiesen wurde, bevor schließlich einem Anwalt Zugang gewährt wurde.


Frau Ismayilli sagte, sie habe bei Mirsaleh Seyidov, dem Leiter des Strafvollzugsdienstes, Fariz Aliyev, dem Direktor der Strafanstalt Nr. 6 und dem nationalen Ombudsmann formelle Beschwerden bezüglich der Gesundheit ihres Mannes eingereicht, aber keine Antwort erhalten.


Aghazadeh wurde am 15. April 2024 nach einer Verurteilung wegen wiederholter Erpressung zu fünf Jahren und einem Monat Gefängnis verurteilt. Anschließend wurde seine Haftstrafe um fünf Monate auf fünf Jahre und sechs Monate verlängert.



 
 
 

Kommentare


bottom of page