Russland bereitet die Erweiterung der Liste abschiebbarer Straftaten für ausländische Staatsbürger auf 45 vor
- IHR
- vor 2 Tagen
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Das russische Parlament hat in erster Lesung einem Gesetzentwurf zugestimmt, der die Zahl der Ordnungswidrigkeiten, die zur Abschiebung ausländischer Staatsangehöriger führen, verdoppelt.
Der Vorsitzende der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, sagte, die Liste der Straftaten sei aufgrund von Vorschlägen von Abgeordneten von ursprünglich 43 auf 45 erweitert worden.
Wolodin sagte auf seinem Telegram-Kanal, dass die Maßnahmen darauf abzielten, „die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten“ und „Ordnung herzustellen“ in der Migration.
Zu den jüngsten Ergänzungen des Gesetzesentwurfs gehören der Ungehorsam gegenüber Grenzschutzbeamten und die Begehung von Diskriminierungshandlungen, beispielsweise die Verletzung von Rechten aufgrund von Rasse, Geschlecht oder Religion.
Nach dem vorgeschlagenen Gesetz können ausländische Staatsangehörige auch abgeschoben werden, wenn sie das russische Militär diskreditieren, an nicht genehmigten Kundgebungen teilnehmen, internationale Sanktionen fordern und gegen die Bestimmungen des Kriegsrechts verstoßen.
Zu den weiteren vorgeschlagenen Gründen für die Abschiebung gehören das Abfeuern von Waffen bei Hochzeiten, Ungehorsam gegenüber Polizeibeamten und geringfügiger Rowdytum.
Nach dem Terroranschlag im März 2024 auf die Konzerthalle Crocus City Hall in der Nähe von Moskau hat Moskau auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin seine Migrationspolitik deutlich verschärft.
Seitdem hat das russische Parlament Dutzende restriktiver Maßnahmen gegen ausländische Arbeitnehmer erwogen.
Zu den prominentesten Änderungen gehört die Einrichtung eines „Registers kontrollierter Personen“ für Migranten, die gegen Migrationsgesetze verstoßen. Den auf der Liste aufgeführten Personen ist es verboten, Auto zu fahren, umzuziehen, zu heiraten oder Bankdienstleistungen in Anspruch zu nehmen.
Auch die Abschiebeverfahren wurden gestrafft. Seit Februar 2025 sind nicht mehr Gerichte, sondern örtliche Polizeichefs befugt, Abschiebungen anzuordnen.
Darüber hinaus müssen Migrantenkinder nun eine Russisch-Sprachprüfung bestehen, bevor sie sich in Schulen einschreiben können. Kritikern zufolge ist eine Anforderung, die mehr als 80 % der ausländischen Kinder von der Grundbildung ausgeschlossen hat.
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