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Aserbaidschanischer Gewerkschaftsaktivist im Gefängnis „bedroht und geschlagen“.

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  • vor 2 Stunden
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Angehörige des inhaftierten aserbaidschanischen Gewerkschafters Elvin Mustafayev sagen, er sei geschlagen und mit neuen Anklagen gedroht worden, nachdem er die Haftbedingungen kritisiert hatte.
Elvin Mustafayev

Die Familie eines inhaftierten aserbaidschanischen Gewerkschafters sagt, er sei geschlagen und mit neuen Anklagen bedroht worden, nachdem er die Behandlung eines Mithäftlings kritisiert hatte.


Elvin Mustafayev, ein Mitglied der unabhängigen Workers' Table Trade Unions Confederation, wurde Berichten zufolge von Gefängnispersonal im Gefängnis Nr. 17 angegriffen, bevor er in eine Haftanstalt in Baku verlegt wurde.


Seine Verwandten berichteten unabhängigen lokalen Medien, dass der Regimechef des Gefängnisses, Samit Gafarov, Herrn Mustafayev mit einem neuen Strafverfahren gedroht habe, nachdem er sich gegen die medizinische Versorgung des inhaftierten Oppositionspolitikers Tofig Yagublu ausgesprochen hatte.


Sie behaupteten auch, dass am 9. Mai eine Gruppe von etwa zehn Gefängnisbeamten Herrn Mustafayev körperlich angegriffen und ihm gewaltsam den Bart rasiert habe, nachdem er protestiert hatte, dass die Forderung rechtswidrig sei.


Seine Familie sagt, der Aktivist habe Prellungen und Nackenverletzungen erlitten, die eine bereits bestehende Wirbelsäulenerkrankung verschlimmerten. Berichten zufolge wurde ihm noch keine ärztliche Untersuchung gestattet.


Die aserbaidschanischen Behörden äußerten sich nicht zu den konkreten Vorwürfen. Der Strafvollzugsdienst des Landes hat jedoch zuvor Behauptungen über körperliche Misshandlung in Justizvollzugsanstalten als unbegründet zurückgewiesen.


Herr Mustafayev wurde im August 2023 verhaftet und im Januar 2024 wegen Drogenbesitzes, den er als politisch motiviert bestreitet, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Reststrafe seiner Strafe beträgt nur noch zwei Monate, weshalb seine Familie befürchtet, dass die Gefängnisbehörden versuchen, einen neuen Fall zu fabrizieren, um ihn festzuhalten.


Der von ihm verteidigte Politiker, Herr Yagublu, verbüßt ​​derzeit eine neunjährige Haftstrafe wegen Betrugs, den er als erfunden bezeichnet. Menschenrechtsgruppen sagen, dass Herr Yagublu wegen starker Knieschmerzen nicht gehen kann und ihm angemessene medizinische Hilfe verweigert wurde.


Der Workers' Table Trade Unions Confederation wurde 2022 gegründet, um die Arbeitsrechte in Aserbaidschan zu verteidigen.


Vier ihrer Mitglieder, darunter ihr Vorsitzender Afiaddin Mammadov, sitzen derzeit wegen verschiedener Anklagen hinter Gittern. Alle beteuern ihre Unschuld und sagen, die Strafverfolgung sei politisch motiviert.


Die aserbaidschanische Regierung bestreitet die Inhaftierung politischer Gefangener und besteht darauf, dass Einzelpersonen nur wegen spezifischer Straftaten strafrechtlich verfolgt werden.



 
 
 

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