Russland entzieht dem aserbaidschanischen Gemeindevorsteher Schirwan Karimow die Staatsbürgerschaft
- IHR
- vor 2 Tagen
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Die russischen Behörden haben Schirwan Karimow, dem Anführer einer aserbaidschanischen Diasporaorganisation in Samara, die Staatsbürgerschaft entzogen, da zwischen Moskau und Baku eine diplomatische Kluft herrscht.
Berichten zufolge wurde Herr Karimov während eines Besuchs in Aserbaidschan, wo er sich derzeit aufhält, über die Entscheidung informiert. Russische Staatsbehörden haben die Gründe für den Entzug seiner Staatsbürgerschaft nicht offiziell bekannt gegeben.
Sein Fall ist der jüngste in einer Reihe von Maßnahmen gegen aserbaidschanische Gemeindeführer in Russland. Im September 2025 wurde auch Bakhtiyar Hasanov, dem Leiter der Nationalen Kulturautonomie der Aserbaidschaner in Moskau, die Staatsbürgerschaft entzogen und er wurde in eine vorübergehende Abschiebehaftanstalt gebracht.
Die Spannungen zwischen Baku und Moskau begannen im Jahr 2024 zu eskalieren, nachdem ein Passagierflugzeug der Aserbaidschan Airlines (AZAL) in der Nähe von Aktau, Kasachstan, abgestürzt war. Baku warf Moskau eine Mitverantwortung für den Absturz vor und forderte die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse, während die russischen Behörden ihre Antwort unter Berufung auf den Abschlussbericht der Untersuchung verteidigten.
Die diplomatischen Spannungen verschärften sich im Jahr 2025 nach einer Reihe von Sicherheitsoperationen in Russland. Nachdem bei einer Razzia der Polizei in Jekaterinburg zwei aserbaidschanische Staatsangehörige ums Leben kamen, verurteilte Baku den Vorfall als Verletzung gesetzlicher Rechte.
Im Gegenzug nahmen die aserbaidschanischen Behörden mehrere Mitarbeiter des staatlichen russischen Nachrichtensenders Sputnik Aserbaidschan fest und beschuldigten sie des illegalen Unternehmertums, des Betrugs und der Geldwäsche.
Während Moskau darauf besteht, dass seine Maßnahmen Teil einer neutralen inländischen Kampagne gegen Kriminalität und illegale Migration seien, argumentiert Baku, dass die Maßnahmen gezielt auf seine Bürger abzielen.
Russland hat seine Migrationspolitik in den letzten Jahren systematisch verschärft und die Grenzkontrollen und Hintergrundkontrollen von Ausländern aus Zentralasien und dem Südkaukasus verstärkt.
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