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Oppositioneller im Hungerstreik in Einzelhaft

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  • vor 2 Tagen
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Nach Angaben seiner Familie tritt der aserbaidschanische Oppositionsaktivist Zamin Salayev nach seiner Verlegung in Einzelhaft im Gefängnis in einen Hungerstreik.
Zamin Salayev

Nach Angaben seiner Familie ist ein inhaftierter aserbaidschanischer Oppositionsaktivist nach seiner Einzelhaft in einen Hungerstreik getreten.


Nach Angaben seiner Verwandten wurde Zamin Salayev, ein prominentes Mitglied der oppositionellen Aserbaidschanischen Volksfrontpartei (APFP), in eine Isolationszelle im Gefängnis Nr. 11 verlegt.


Seine Familie sagte, sie habe ihn zehn Tage lang nicht erreichen können, bevor sie am Montag von seinem Umzug erfuhr.


„Mein Vater hat dort einen Hungerstreik begonnen“, sagte sein Sohn Oqtay Salayev. „Seine gesundheitlichen Probleme sind endlos. Sie bedeuten praktisch eine erneute Inhaftierung eines Mannes, der bereits im Gefängnis sitzt.“


Die aserbaidschanischen Gefängnisbehörden und der Strafvollzugsdienst reagierten nicht sofort auf Anfragen nach Kommentaren. Zuvor hatten die Beamten behauptet, dass alle Inhaftierten im Einklang mit der innerstaatlichen Gesetzgebung behandelt würden.


Herr Salayev wurde im Mai 2023 wegen Rowdytums mit einer Waffe zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Er bestreitet die Vorwürfe, die seine Partei als politisch motiviert bezeichnet.


Zuvor hatte er nach einem Streit mit einem örtlichen Polizeibeamten zwischen 2020 und 2022 eine Gefängnisstrafe verbüßt, bevor er aufgrund eines Amnestiegesetzes vorzeitig freigelassen wurde.


Lokale Menschenrechtsgruppen schätzen, dass sich derzeit mehr als 320 politische Gefangene in aserbaidschanischen Gefängnissen befinden.


Die Regierung in Baku weist diese Zahlen routinemäßig zurück und betont, dass niemand wegen seiner politischen Aktivitäten strafrechtlich verfolgt werde und dass alle Inhaftierten anerkannte Straftaten begangen hätten.


Der internationale Internetverkehr Armeniens wird im Rahmen eines neuen Transitabkommens, das zwischen den beiden Nachbarn im Kaukasus unterzeichnet wurde, über Aserbaidschan geleitet.


Der Backbone-Internetanbieter Aserbaidschans, AzerTelecom, gab am Samstag bekannt, dass er einen Vertrag mit Telecom Armenia zur Erleichterung des Transits abgeschlossen habe.


Das Abkommen stellt einen symbolträchtigen Schritt in der Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern dar, die seit über drei Jahrzehnten in einem erbitterten Territorialkonflikt verstrickt sind.


AzerTelecom sagte, die Vereinbarung werde dazu beitragen, „regionale Konnektivitätsrouten zu diversifizieren, die Zuverlässigkeit von Telekommunikationsnetzen zu erhöhen und regionale Zusammenarbeit zu entwickeln“.


Die Beziehungen zwischen Baku und Eriwan haben sich deutlich aufgetaut, seit Aserbaidschan nach einem schnellen Militäreinsatz im Jahr 2023 seine Souveränität über die Region Berg-Karabach vollständig wiederhergestellt hat.


Die beiden Nationen unterzeichneten im August letzten Jahres den Entwurf eines Friedensvertrags, in dem sie die territoriale Integrität des anderen offiziell anerkannten und sich darauf einigten, den grenzüberschreitenden Güterverkehr wieder aufzunehmen.


AzerTelecom wurde 2008 gegründet und betreibt das wichtigste Glasfasernetz, das Aserbaidschan mit dem internationalen Internet verbindet.



 
 
 

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